Wien: Sehenswertes, Übernachten und Unterwegssein
1857 ließ der Kaiser die Wiener Stadtmauern niederreißen und rund um die Stadt einen sechzig Meter breiten Boulevard anlegen. Jedem Gebäude daran wurde bewusst eine andere Epoche zugewiesen: das Parlament griechisch, weil dort die Demokratie begann, das Rathaus gotisch wie die freien Städte Flanderns, das Theater barock. Architektur als Argument. Zwei Stunden.
Die zehn besten Orte in Wien
- 1Stephansdom
The roof tiles are 230,000, and they were laid by hand twice
- 2Hofburg
Eighteen wings, nineteen courtyards, and still the president’s office
- 3Schönbrunn
1,441 rooms. The garden and the Gloriette walk are free
4BelvedereKlimt’s Kiss is here, and the queue is for one painting
5Kunsthistorisches MuseumThe Habsburg collection, and Bruegel’s whole room
- 6Albertina
A million prints, and the Dürer hare is in the vault
7Leopold MuseumThe largest Schiele collection in the world
8SecessionA gilded dome the city calls the golden cabbage
9KarlskircheA lift takes you to the dome fresco, two metres from it
10Kapuzinergruft149 Habsburgs, and their hearts are in a different church
Mit der Handykamera scannen – die Karte öffnet sich dort
Was ist ein Audio-Spaziergang?
Rundgänge in Wien →Ein Guide im Ohr: Öffnen Sie den Spaziergang auf unserer Website, gehen Sie von Station zu Station, und an jeder erzählt Ihnen das Handy ihre Geschichte. Ohne Guide, ohne Gruppe und kostenlos. Hier der erste Spaziergang in Wien:
Kostenlose Stadtspaziergänge in Wien
Der Ring
1857 ließ der Kaiser die Wiener Stadtmauern niederreißen und rund um die Stadt einen sechzig Meter breiten Boulevard anlegen. Jedem Gebäude daran wurde bewusst eine andere Epoche zugewiesen: das Parlament griechisch, weil dort die Demokratie begann, das Rathaus gotisch wie die freien Städte Flanderns, das Theater barock. Architektur als Argument. Zwei Stunden.
- Stephansdom · Das Dach trägt zweihundertdreißigtausend glasierte Ziegel in einem Adlermuster, und es brannte im April 1945 vollständig ab – nicht durch Bomben, sondern durch ein Feuer in nahe gelegenen Geschäften, das niemand löschte. Jedes Bundesland bezahlte einen Teil des Wiederaufbaus.
- Graben · Der Name bedeutet Graben, denn genau das war er – der römische Verteidigungsgraben von Vindobona, der um 1200 mit dem Lösegeld für Richard Löwenherz aufgefüllt wurde, der auf der Heimreise vom Kreuzzug gefangen genommen worden war.
- Michaelerplatz · Die Vertiefung in der Mitte ist das römische Lager, ausgegraben und offen gelassen. Auf der einen Seite des Platzes liegt das Kaisertor, auf der anderen das Looshaus, ein schlichtes Gebäude ganz ohne Schmuck, das der Kaiser so sehr hasste, dass er die Vorhänge dort für den Rest seines Lebens geschlossen hielt.
- Hofburg · Sechshundertvierzig Jahre Habsburger, und jeder von ihnen baute weiter. Das Ergebnis sind achtzehn Trakte ohne Plan, und der Staat nutzt sie noch immer: Der Bundespräsident arbeitet im Leopoldinischen Trakt, in den Räumen des Kaisers.
- Ringstraße · Siebenundfünfzig Meter breit und fünf Kilometer lang, und die Breite diente nicht nur der Pracht: Der Boulevard wurde nach der Revolution von 1848 angelegt, damit Artillerie rasch bewegt werden konnte und sich keine Barrikaden darüber errichten ließen.
- Wiener Staatsoper · Die Kritiker nannten sie eine versunkene Schachtel, und einer der beiden Architekten nahm sich das Leben; der andere starb zehn Wochen später an einem Schlaganfall, und keiner von beiden erlebte die Eröffnung. Neunzig Minuten vor jeder Vorstellung werden achtzig Stehplätze für dreizehn Euro verkauft.
Neunzehnhundert
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg lebten Freud, Klimt, Schiele, Mahler, Wittgenstein und Herzl alle in Wien – und die meisten von ihnen trafen sich in denselben Kaffeehäusern. Es war eine Stadt, in der das Reich starb und die Kultur zur selben Zeit aufblühte. Dieser Spaziergang folgt genau diesem einen Jahr. Zwei Stunden.
- Secession · Neunzehn Künstler traten 1897 aus der offiziellen Künstlergesellschaft aus und errichteten dieses Haus in sechs Monaten. Über der Tür steht ihr Motto: Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit. Wien nannte die vergoldete Kuppel sofort den goldenen Krautkopf.
- Karlskirche · Der Kaiser gelobte, sie zu bauen, wenn die Pest von 1713 endete, und die beiden Säulen davor sind römische Triumphsäulen – an einer Kirche. Ein Aufzug im Inneren bringt Sie zum Kuppelfresko hinauf, so nah, dass man die Pinselstriche sieht.
- Leopold Museum · Rudolf Leopold, ein Augenarzt, kaufte Schiele, als ihn niemand wollte – in den 1950er-Jahren kostete ein Schiele weniger als eine Monatsmiete. Am Ende besaß er die größte Sammlung der Welt und verkaufte sie dem Staat für einen Bruchteil ihres Wertes.
- Belvedere · Klimts Kuss hängt hier seit 1908, als der Staat ihn kaufte, noch bevor er fertig war. Das Gold ist echtes Blattgold – sein Vater war Goldgraveur und brachte ihm bei, es zu schlagen.
- Freud Museum · Er lebte und arbeitete siebenundvierzig Jahre in dieser Wohnung und verließ sie im Juni 1938, nachdem die Gestapo bereits seine Tochter verhört hatte. Er nahm alles mit, auch die Couch, daher sind die Räume absichtlich leer.
- Café Central · Trotzki spielte hier täglich Schach. Als man 1917 einem österreichischen Minister sagte, in Russland könne eine Revolution ausbrechen, soll er geantwortet haben: Und wer soll die machen, der Herr Trotzki vom Café Central?
Wein und Berg
Wien ist die einzige Hauptstadt der Welt mit Weinbau im Stadtgebiet – siebenhundert Hektar. Außerdem gibt es hier eine Art Wirtshaus, die es sonst nirgends gibt: den Heurigen, in dem ein Winzer seinen eigenen Wein selbst ausschenken darf, nach einem Gesetz von 1784. Zwei Stunden, meist bergauf.
- Naschmarkt · Der Markt liegt über dem Wienfluss, der 1900 überwölbt wurde – die gesamten eineinhalb Kilometer Marktstände sind ein Dach. Samstags verdoppelt ein Flohmarkt seine Länge, und sonntags ist alles geschlossen.
- Spittelberg · Zwei Gassen mit kleinen Biedermeierhäusern, die die Stadt in den 1970er-Jahren als Slums einstufte und räumen wollte. Bewohner und Studenten besetzten sie, der Plan wurde fallen gelassen, und heute gehören sie zu den teuersten Adressen Wiens.
- Neubau · Der siebte Bezirk war das Textilviertel, und seine Straßen sind noch heute nach den Gewerken benannt. Die langen, geraden Straßen, die von der Mariahilfer Straße abgehen, bestehen jetzt aus kleinen Geschäften und Bars, und hierhin geht das Wien unter vierzig tatsächlich.
- Grinzing · Ein Heuriger darf nur Wein ausschenken, den der Winzer selbst gemacht hat, und nur, wenn ein Büschel Kiefernzweige über der Tür hängt – das ist das Zeichen, und so läuft es, seit Joseph der Zweite es 1784 erlaubte. Das Essen ist kalt und wird nach Gewicht verkauft.
- Kahlenberg · Am 12. September 1683 zog das Entsatzheer von diesem Hügel hinab ins osmanische Lager und brach eine zweimonatige Belagerung an einem einzigen Nachmittag. Der polnische König führte den Angriff selbst an, und an diesem Tag wurde Europas Ostgrenze entschieden.
- Prater · Kaiserliches Jagdgebiet bis 1766, als Joseph der Zweite es für alle öffnete und man ihm sagte, es sei unschicklich, das einfache Volk dort gehen zu lassen, wo der Hof ging. Er erwiderte, wenn er nur unter Gleichen sein wolle, müsse er sein Leben in der Gruft verbringen.
Anreise und Unterwegssein in Wien
- Vienna Airport · The ordinary S7 train is €4.40 and sixteen minutes slower
- Wien Hauptbahnhof · Night trains to Rome, Paris, Amsterdam and Warsaw
- Westbahnhof · Trains west, and the cheap ones to Salzburg
- VIB bus terminal · Buses to Bratislava every hour, and it takes seventy minutes
Günstig essen: Wien
Eight counters where Vienna eats standing. A sausage stand by the opera that serves until four in the morning to people in evening dress, a shop that has sold nothing but open sandwiches since 1902, and coffee houses where one cup buys the table for the afternoon — a right written into the city’s culture and recognised by UNESCO.
- Bitzinger Würstelstand · €5.50, until four in the morning, standing
- Trzesniewski · €1.80 each, and two is not enough
- Café Hawelka · Buchteln at ten at night, and cash only
- Café Sperl · 1880, billiard tables, and nobody will hurry you
- Café Prückel · The 1955 interior is listed, and the cake is cheaper
- Figlmüller · The schnitzel is wider than the plate. Two can share one
- Zum Schwarzen Kameel · Stand at the front counter, not in the restaurant behind
- Brunnenmarkt · The longest street market in Europe, and half the price
Museen: Wien
- Kunsthistorisches Museum · €21, closed Mondays, and the Bruegel room is the point
- Belvedere · €17.50. The Kiss, and the garden between the two palaces
- Albertina · €19.90. Dürer’s hare comes out of the vault rarely
- Leopold Museum · €17. The largest Schiele collection anywhere
- Naturhistorisches Museum · €18, and the building mirrors the one opposite exactly
- Jewish Museum · €12 for both sites, and the excavation is the second
- Haus der Musik · €16, and you may conduct the Philharmonic yourself
Parks und Gärten: Wien
- Schönbrunn gardens · Free. Twenty minutes uphill to the Gloriette
- Prater · Free, open all night, and six kilometres of chestnut avenue
- Donauinsel · 21 km of artificial island, and you may swim anywhere
- Augarten · Free, and the towers are not open to anyone
- Zentralfriedhof · Beethoven, Brahms, Schubert and Strauss in one row
- Wienerwald · A thousand square kilometres of forest at the tram terminus
Wien mit Kindern
- Tiergarten Schönbrunn · €28, and pandas born here, not borrowed
- Technisches Museum · Free under nineteen, and a working coal mine downstairs
- ZOOM Kindermuseum · Everything is touched. Book — it sells out
- Haus des Meeres · An aquarium inside a flak tower, with a roof terrace
- Prater · Pay per ride. Walking in costs nothing
- Schmetterlinghaus · A jugendstil glasshouse of live butterflies, €7
Livemusik: Wien
- Musikverein · Standing tickets from €7, sold on the day
- Wiener Staatsoper · Eighty standing places at €13, ninety minutes before
- Konzerthaus · Four halls, and the small one is where the risks are taken
- Porgy and Bess · Jazz every night in a converted cinema, from €20
- Arena Wien · A squatted slaughterhouse since 1976, and still run that way
- WUK · A locomotive factory of workshops, concerts and a courtyard
Nachtleben: Wien
- Donaukanal · Bars on the water from May, and free to sit on the steps
- Neubau · The seventh district, and the whole evening is walkable
- Spittelberg · Two lanes, tables outside, and the Christmas market in December
- Loos American Bar · Twenty seats, no reservations, and open till four
- Flex · In a tunnel by the canal, and the sound system is the reason
- Grinzing · Wine from the grower, cold food by weight, from four
Häufige Fragen zu Wien
Was kann man in Wien sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien sind Stephansdom, Hofburg und Schönbrunn. Die vollständige Liste auf dieser Seite hat 10 Orte, jeder mit Foto und kurzer Notiz.
Wie viele Tage braucht man in Wien?
Drei bis vier Tage reichen, um das Wichtigste in Wien in Ruhe zu sehen, mit mindestens einem Rundgang zu Fuß.
Gibt es in Wien eine kostenlose Stadtführung zu Fuß?
Ja. sleepntrip hat 3 kostenlose Audio-Rundgänge in Wien, ohne Guide und ohne Gruppe: Das Handy erzählt an jeder Station die Geschichte. Der erste: Der Ring.
Wie kommt man nach Wien und wie bewegt man sich dort?
Die wichtigsten Wege sind Vienna Airport, Wien Hauptbahnhof und Westbahnhof. Alle Details stehen im Abschnitt Verkehr auf dieser Seite.
Wo übernachtet man in Wien und was kostet es?
sleepntrip zeigt in Wien nur Zimmer, die neun Bedingungen erfüllen: gute Lage, hohe Gästebewertungen, Sauberkeit und ein Preis bis 80 Dollar pro Nacht für zwei. Daten wählen und sehen, was frei ist.
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