Bukarest: Sehenswertes, Übernachten und Unterwegssein
Das erste Dokument der Welt, das Bukarest erwähnt, ist eine Urkunde, die Vlad der Pfähler am zwanzigsten September 1459 unterzeichnet hat – und zwar hier, im Fürstenhof, dessen Fundamente Sie begehen können. Das Viertel, das um ihn herum wuchs, war die Kaufmannsstadt, und es lag den größten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts verfallen da: Die Restaurierung begann erst um 2008, weshalb die Hälfte der Gassen neu gepflastert und die andere Hälfte noch immer aufgebrochen ist. Zwei Stunden, eben, und die Keller sind der Grund, herzukommen.
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Die zehn besten Orte in Bukarest
1Parlamentspalast60 lei, book with a passport, and it is the heaviest building on earth
2Rumänisches Athenäum20 lei to look, and it was paid for by public subscription
3Nationales Kunstmuseum25 lei, in the former royal palace, and the Brâncuși room is small
4Nationalmuseum für Geschichte25 lei, and a full-size cast of Trajan’s Column is inside it
5CEC-PalastThe glass dome from 1900, and it is a working bank
6Kloster StavropoleosFree, from 1724, and the carved stone porch is the thing
7Curtea Veche5 lei, the 15th-century princely court, and Vlad built part of it
8Patriarchal CathedralFree, from 1658, on a hill that was a vineyard
9Crețulescu-KircheFree, from 1722, and it survived the 1977 earthquake
10Russian ChurchFree, seven gold domes, and the Tsar paid for it in 1909
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Der Hof, von dem aus Vlad schrieb
Das erste Dokument der Welt, das Bukarest erwähnt, ist eine Urkunde, die Vlad der Pfähler am zwanzigsten September 1459 unterzeichnet hat – und zwar hier, im Fürstenhof, dessen Fundamente Sie begehen können. Das Viertel, das um ihn herum wuchs, war die Kaufmannsstadt, und es lag den größten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts verfallen da: Die Restaurierung begann erst um 2008, weshalb die Hälfte der Gassen neu gepflastert und die andere Hälfte noch immer aufgebrochen ist. Zwei Stunden, eben, und die Keller sind der Grund, herzukommen.
- Curtea Veche · Der Fürstenhof der Walachei: Von hier aus stellte Vlad der Pfähler 1459 die Urkunde aus, die Bukarest zum ersten Mal nennt, und er ließ auch die Steinmauern errichten, die Sie sehen. Der Palast darüber wurde nach einem Brand und einem Erdbeben in den 1790er Jahren aufgegeben, und die Stadt baute einfach darüber; geöffnet ist heute die Kellerebene.
- Manucs Herberge · Ein armenischer Kaufmann namens Emanuel Mârzaian – Manuc Bei – ließ diese Karawanserei 1808 mit Zimmern rund um eine hölzerne Galerie bauen, und vier Jahre später fanden in ihr die Verhandlungen statt, die den Russisch-Türkischen Krieg beendeten. Der Frieden von Bukarest von 1812 wurde in einem Hotel unterzeichnet, das noch immer Gäste aufnimmt.
- Kloster Stavropoleos · Ein griechischer Mönch errichtete es 1724 und baute eine Herberge an, um es zu bezahlen; die Herberge und die Zellen wurden abgerissen, und nur diese kleine Kirche blieb erhalten. Die behauenen Steine im Hof wurden einzeln aus Kirchen gerettet, welche die Stadt im zwanzigsten Jahrhundert abgerissen hat, und die Nonnen bewahren die größte Sammlung byzantinischer Choralhandschriften in Rumänien.
- Strada Lipscani · Die Straße ist nach Leipzig benannt. Die Händler hier verkauften Waren, die sie von den Leipziger Messen mitbrachten, und so trägt die wichtigste Geschäftsstraße Bukarests den Namen einer deutschen Stadt; die Seitengassen heißen bis heute nach den Handwerken – Kürschner, Sattler, Klempner.
- Passage Macca-Villacrosse · Eine gegabelte Passage unter gelbem Glas, 1891 dort eröffnet, wo einst eine alte Herberge stand. Sie trägt zwei Namen, weil zwei Besitzer sie unter sich aufteilten: die Familie Macca und ein katalanischer Architekt namens Xavier Villacrosse, der in Bukarest eingeheiratet hatte. Bis zum Krieg war hier die Börse untergebracht.
- Cărturești Carusel · Die Familie Chrissoveloni ließ es 1903 als ihre Bank errichten, 1948 übernahm es der Staat und machte ein Geschäft daraus, danach stand es etwa zwanzig Jahre leer, mit einem Baum, der im Inneren wuchs. 2015 wurde es als Buchhandlung mit sechs Etagen um ein weißes Atrium wiedereröffnet, und der Eintritt kostet nichts.
Die Straße, die es zum Klein-Paris machte
Die Calea Victoriei wurde 1692 mit Eichenbohlen gepflastert und war die Straße, auf der die Fürsten ausfuhren; um 1900 lagen hier die Banken, die Paläste und die königliche Residenz, und aus diesem Abschnitt stammt die Wendung „Klein-Paris“. Dann kamen 1977 die Bulldozer und nahmen Teile davon mit, sodass der Spaziergang eine Reihe französischer Fassaden ist, zwischen die kommunistische Blöcke gezwängt wurden. Zweieinhalb Stunden, und drei der sechs Stationen sind Museen, die Sie überspringen oder in denen Sie einen ganzen Tag verbringen können.
- CEC-Palast · Der französische Architekt Paul Gottereau stellte ihn 1900 für die staatliche Sparkasse fertig, und er entstand an der Stelle der mittelalterlichen Kirche des Heiligen Johannes des Großen, die dafür abgerissen wurde. Die Kuppel aus Glas und Eisen über der Haupthalle ist die älteste ihrer Art in der Stadt, und unten arbeitet die Bank noch immer.
- Nationalmuseum für Geschichte · Das war der Postpalast, 1900 erbaut, und in seinem Inneren steht ein Gipsabguss der Trajanssäule in voller Größe – alle dreißig Meter, in Abschnitten auf Augenhöhe ausgelegt, sodass Sie die Reliefs der römischen Eroberung Dakiens wirklich lesen können, die in Rom vierzig Meter über Ihrem Kopf liegen.
- Crețulescu-Kirche · Iordache Crețulescu und seine Frau Safta ließen sie 1722 bauen, und Safta war eine Tochter von Constantin Brâncoveanu – dem Fürsten, den die Osmanen 1714 in Istanbul zusammen mit seinen vier Söhnen hinrichteten, weil er sich weigerte zu konvertieren. Der Backstein ist absichtlich unverputzt, und die Fresken in der Vorhalle sind die Originale.
- Platz der Revolution · Am einundzwanzigsten Dezember 1989 begann Ceaușescu auf dem Balkon an der Nordseite eine Rede, die Menge begann zurückzurufen, und die Live-Übertragung brach ab – die Aufnahme seines Gesichts in diesem Moment ist der meistgesehene Film Rumäniens. Am nächsten Tag floh er vom Dach desselben Gebäudes mit dem Hubschrauber, und innerhalb einer Woche war er tot.
- Rumänisches Athenäum · Es wurde durch eine öffentliche Spendensammlung unter dem Motto „Gib einen Leu für das Athenäum“ bezahlt – gewöhnliche Menschen kauften es Stein für Stein, und 1888 wurde es eröffnet. Das Fresko, das innen rund um die Kuppel läuft, ist siebzig Meter lang und erzählt die rumänische Geschichte in fünfundzwanzig Szenen; George Enescu dirigierte hier mit siebzehn Jahren.
- Nationales Kunstmuseum · Das Gebäude ist der ehemalige Königspalast, und im Dezember 1989 wurde es von Schüssen durchsiebt und von Granaten getroffen, während draußen auf dem Platz gekämpft wurde – etwa tausend Werke wurden beschädigt, und die Restaurierung dauerte ein Jahrzehnt. Im rumänischen Flügel hängen die Altartafeln aus Klöstern, die es nicht mehr gibt.
Was abgeräumt wurde und was blieb
1984 ließ Ceaușescu etwa sieben Quadratkilometer des alten Bukarest für ein Bürgerzentrum abreißen – rund vierzigtausend Menschen wurden umgesiedelt, neunzehn Kirchen verschwanden, und der Hügel, auf dem das ganze Viertel stand, wurde um mehrere Meter abgetragen. Am östlichen Rand hielten die Bulldozer an, und die Straßen, die sie nie erreichten, stehen noch immer, mit zwei Synagogen darin. Drei Stunden, überwiegend auf dem neuen Boulevard und dann plötzlich in der Altstadt.
- Parlamentspalast · Er hat 1,100 Räume und ist das schwerste Gebäude der Erde – etwa vier Millionen Tonnen Marmor, Stahl und Beton, alles per Dekret rumänisch, während in den Läden draußen das Brot rationiert wurde. Ceaușescu wurde erschossen, bevor er fertig war, und das Parlament nutzt bis heute nur einen Teil; der Rest wird für Konferenzen vermietet.
- Bulevardul Unirii · Er hieß Boulevard des Sieges des Sozialismus und wurde absichtlich an den Champs-Élysées gemessen – dreieinhalb Kilometer lang und zweiundneunzig Meter breit, wo die Pariser Avenue einundsiebzig misst. Die Springbrunnen in der Mitte waren fünfundzwanzig Jahre lang abgestellt und sprudeln erst seit 2018 wieder.
- Piața Unirii · Der Fluss Dâmbovița fließt in einem Betonkanal unter dem Platz hindurch. Früher überschwemmte er jedes Frühjahr die Stadt, deshalb wurde er zwischen 1880 und 1883 begradigt, vertieft und stellenweise überdacht; der alte Markt und das jüdische Viertel an seinen Ufern verschwanden mit dem Umbau.
- Chortempel · 1857 fertiggestellt als enge Kopie des Leopoldstädter Tempels in Wien, den die Nationalsozialisten 1938 niederbrannten – das Bukarester Gebäude ist deshalb heute das bessere erhaltene Zeugnis dafür, wie der Wiener aussah. Die Eiserne Garde verwüstete ihn 1941, er wurde repariert und 2015 erneut restauriert.
- Große Synagoge · 1845 von polnischen Juden erbaut und in einem Hof hinter den Wohnblöcken versteckt, weshalb sie wohl noch steht – die Abrisspläne reichten bis an sie heran und hörten dort auf. Das gesamte Innere wurde 1936 mit Trompe-l’œil-Arabesken bemalt, und heute zeigt sie eine Dauerausstellung zum Holocaust in Rumänien.
- Strada Mântuleasa · Eine Straße niedriger Häuser aus dem neunzehnten Jahrhundert mit eisernen Toren, zwei Minuten vom Boulevard entfernt und von ihm unberührt. Mircea Eliade hat hier eine ganze Novelle angesiedelt – „In der Mântuleasa-Straße“, in der ein pensionierter Lehrer wochenlang verhört wird, weil die Geheimpolizei nicht herausfinden kann, ob seine Geschichten Erinnerungen oder Erfindungen sind.
Anreise und Unterwegssein in Bukarest
- Henri Coandă Airport · Train to Gara de Nord, 20 minutes, and bus 783 runs all night
- Gara de Nord · From 1872, and Brașov is two and a half hours away
- Autogara Filaret · The 1869 station building, and the oldest in the country
- Piața Unirii · Two metro lines cross here, and a ride is 3 lei
Günstig essen: Bukarest
Eight counters where Bucharest eats standing. The national street food is mici — short skinless sausages of minced beef and lamb, grilled over coal, eaten with mustard, a slice of bread and a beer, about four lei each and never on a plate. The other one is the covrig, a hot pretzel from a window, two lei, which is what the whole city has for breakfast on the way to work.
- Terasa Obor · About 4 lei a mic, and the beer is sold at the next window
- Obor Market · Open 7 to 8 every day, and bring cash
- Hala Traian · An 1872 iron hall, restored, and the cheese counters at the back
- Piața Amzei · Small, central, and the flower hall is next door
- Piața Matache · Two minutes from the station, and open till evening
- Regina Elisabeta pretzel windows · Covrigi hot from the oven, 2 to 4 lei, and a queue at eight
- Zexe Zahana · A main is about 50 lei, and booking is sensible
- Lacrimi și Sfinți · Village cooking, old recipes, and about 45 lei a main
Museen: Bukarest
- Village Museum · 30 lei, by Herăstrău, and three hours is not too much
- Nationalmuseum für Geschichte · 25 lei, and the cast of Trajan’s Column is at eye level
- Nationales Kunstmuseum · 25 lei, the old royal palace, and the Brâncuși room is small
- Peasant Museum · 20 lei, closed Mondays, and the shop is worth the visit
- Antipa Museum · 30 lei, natural history, and the Deltaic dioramas are 1908
- MNAC · 20 lei, inside a wing of the Parliament, and the roof terrace
- Palatul Șuțu · 20 lei, on University Square, and small enough for an hour
- Zambaccian Museum · 15 lei, a collector’s own villa, and there is a Cézanne in it
Heilige Stätten: Bukarest
- Patriarchal Cathedral · Free, on the hill above Piața Unirii, and quiet by ten
- Kloster Stavropoleos · Free, 1724, and the carved stone porch is the thing
- Antim Monastery · Free, behind the Parliament, and moved 25 metres in 1985
- Radu Vodă Monastery · Free, on a mound by the river, and the seminary is beside it
- Domnița Bălașa · Free, 1885, and named for a daughter of Brâncoveanu
- St Joseph’s Cathedral · Free, and the organ recitals are on Sunday evening
- Armenian Church · Free, 1915, and the quarter around it is still Armenian
- Chortempel · Free, 1857, and a copy of a Vienna synagogue that burned
Parks und Gärten: Bukarest
Bucharest has more green per resident than almost any capital in the region, and the reason is not planning: the parks are the old estates and the old rubbish tips, and one of them is a wetland that happened by accident. Every one of them is free.
- Văcărești Nature Park · Free, 183 hectares, and the east bank has the paths
- Herăstrău Park · Free, 187 hectares, boats in summer, and skates in winter
- Cișmigiu Gardens · Free, in the middle of town, and the lake has rowboats
- Carol Park · Free, built for the 1906 exhibition, and the hill is a climb
- Tineretului Park · Free, laid over a rubbish tip in the 1960s, and it works
- Botanical Garden · 15 lei, from 1860, and the glasshouses are the best part
- Kiseleff Park · Free, the oldest public promenade, and shaded end to end
- Lacul Morii · Free, the largest lake in the city, and it is man-made
Bukarest mit Kindern
- Antipa Museum · 30 lei, a whale skeleton, and the dioramas you walk into
- Village Museum · 30 lei, 300 real houses to run between, and workshops
- Urseanu Observatory · 10 lei, by Piața Victoriei, and the dome opens if it is clear
- Parcul Circului · Free, a lake with pedal boats, and the state circus beside it
- Therme București · From 80 lei, 20 minutes north, and a shuttle from Piața Presei
- Tineretului Park · Free, the biggest playgrounds in the city, and bike hire
- Herăstrău boats · About 40 lei for half an hour, and the pier is on the south
- Grădina Icoanei · Free, small, shaded, and the puppet theatre is beside it
Livemusik: Bukarest
- Arenele Romane · Open air, in Carol Park, and tickets from about 150 lei
- Arena Națională · 55,000 seats, the big stadium shows, and metro to Pipera
- Berăria H · The largest beer hall in Europe, and live music most nights
- Control Club · The indie room since 2010, and the courtyard in summer
- Expirat · Moved from the old town to Carol Park, and still the same crowd
- Sala Radio · The radio orchestra hall, and the best acoustics in the city
- Sala Palatului · Behind the Royal Palace, and the cheap seats are at the back
- National Opera · From 30 lei, which is the cheapest opera seat in Europe
Häufige Fragen zu Bukarest
Was kann man in Bukarest sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bukarest sind Parlamentspalast, Rumänisches Athenäum und Nationales Kunstmuseum. Die vollständige Liste auf dieser Seite hat 10 Orte, jeder mit Foto und kurzer Notiz.
Wie viele Tage braucht man in Bukarest?
Drei bis vier Tage reichen, um das Wichtigste in Bukarest in Ruhe zu sehen, mit mindestens einem Rundgang zu Fuß.
Gibt es in Bukarest eine kostenlose Stadtführung zu Fuß?
Ja. sleepntrip hat 3 kostenlose Audio-Rundgänge in Bukarest, ohne Guide und ohne Gruppe: Das Handy erzählt an jeder Station die Geschichte. Der erste: Der Hof, von dem aus Vlad schrieb.
Wie kommt man nach Bukarest und wie bewegt man sich dort?
Die wichtigsten Wege sind Henri Coandă Airport, Gara de Nord und Autogara Filaret. Alle Details stehen im Abschnitt Verkehr auf dieser Seite.
Wo übernachtet man in Bukarest und was kostet es?
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