Berlin: Sehenswertes, Übernachten und Unterwegssein
Achtundzwanzig Jahre lang verlief hier eine Mauer, hundertfünfundfünfzig Kilometer lang, dahinter ein Todesstreifen von mehreren Dutzend Metern Breite — Wachtürme, geharkter Sand. Sie fiel in einer einzigen Nacht, am 9. November 1989, wegen der Frage eines Journalisten und der verwirrten Antwort eines Funktionärs. Dieser Spaziergang folgt der Linie selbst. Zweieinhalb Stunden.
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Alle Kameras der Stadt (4) ▾
Die zehn besten Orte in Berlin
1Brandenburger TorIt stood in the death strip for twenty-eight years
2ReichstagFree, but you must register online days ahead
3Holocaust-Mahnmal2,711 slabs, free, and the information centre is below
4Topographie des TerrorsFree, on the cellars of the Gestapo headquarters
5Berlin Wall MemorialThe only place the full death strip is preserved
6East Side Gallery1.3 km of wall, 101 paintings, and free
7Jüdisches MuseumLibeskind’s building is the exhibit. Allow three hours
8Pergamon MuseumClosed for rebuilding until 2027. Check what is open
- 9Neues Museum
Nefertiti is here, and the building was left bombed
10Alte NationalgalerieGerman romantics, and Friedrich’s monk by the sea
Mit der Handykamera scannen – die Karte öffnet sich dort
Was ist ein Audio-Spaziergang?
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Kostenlose Stadtspaziergänge in Berlin
Die Linie durch die Stadt
Achtundzwanzig Jahre lang verlief hier eine Mauer, hundertfünfundfünfzig Kilometer lang, dahinter ein Todesstreifen von mehreren Dutzend Metern Breite — Wachtürme, geharkter Sand. Sie fiel in einer einzigen Nacht, am 9. November 1989, wegen der Frage eines Journalisten und der verwirrten Antwort eines Funktionärs. Dieser Spaziergang folgt der Linie selbst. Zweieinhalb Stunden.
- Brandenburger Tor · Von 1961 bis 1989 stand es mitten im Todesstreifen, für niemanden erreichbar, auf keiner der beiden Seiten. Napoleon ließ die bronzene Quadriga auf dem Tor 1806 nach Paris bringen; 1814 kehrte sie zurück, und die Preußen fügten ein Eisernes Kreuz hinzu, um ihren Standpunkt klarzumachen.
- Reichstag · Beim Umbau fand man unter dem Putz die russischen Inschriften, die sowjetische Soldaten 1945 in die Wände geritzt hatten — und der Architekt bewahrte sie, gereinigt und beleuchtet, in den Gängen, durch die die Abgeordneten gehen.
- Holocaust-Mahnmal · Zweitausendsiebenhundertelf Betonstelen unterschiedlicher Höhe auf unebenem Boden, ohne Namen, ohne Daten und ohne jede Erklärung über der Erde. Der Architekt weigerte sich zu sagen, was es bedeutet. Der Boden senkt sich, und in der Mitte kann man nicht mehr hinaussehen.
- Topographie des Terrors · Hier saßen die Gestapo und die SS. Die Gebäude wurden nach dem Krieg abgeräumt, und das Gelände lag vierzig Jahre als Brache da, weil niemand entscheiden wollte, was damit geschehen sollte. Die Kellerreste wurden 1987 gefunden.
- Checkpoint Charlie · Im Oktober 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer sechzehn Stunden lang Rohr an Rohr gegenüber, hundert Meter voneinander entfernt. Was Sie heute sehen, ist eine Nachbildung mit Schauspielern; die echte Baracke steht in einem Museum, und der Ort ist fünf Minuten wert.
- Jüdisches Museum · Libeskind baute es mit drei sich kreuzenden unterirdischen Gängen, ohne rechte Winkel, und mit Leerräumen, die das Gebäude von oben bis unten durchschneiden und in die man hineinschauen, aber nicht hineingehen kann. Es stand zwei Jahre leer, und dreihundertfünfzigtausend Menschen kamen, um das Gebäude zu sehen, bevor ein einziges Objekt darin war.
Museumsinsel und der Osten
Fünf Museen auf einer Insel im Fluss, errichtet zwischen 1830 und 1930, um zu verkünden, dass Preußen eine Kulturmacht war. Sie wurden bombardiert, geplündert, zwischen Ost und West aufgeteilt und werden noch immer restauriert. Um sie herum baute der Osten seine eigene Stadt — einen riesigen Platz, einen Fernsehturm und einen Boulevard aus Beton. Zwei Stunden.
- Neues Museum · Zur Hülle zerbombt und sechzig Jahre lang offen zum Himmel. David Chipperfield baute es wieder auf, ohne die Schäden zu verstecken: Neuer Backstein endet dort, wo alter Backstein überlebt hat, und die Einschusslöcher und verbrannten Balken bleiben sichtbar. Nofretete ist im Obergeschoss.
- Alte Nationalgalerie · Gebaut wie ein griechischer Tempel auf einem Sockel, mit einer Treppe, die nirgendwohin Nützliches führt. Drinnen hängt Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ — ein Mensch, ein Streifen Sand und vier Fünftel der Leinwand leerer Himmel.
- Berliner Dom · Die Hohenzollern ließen ihn bauen, um den Petersdom zu übertrumpfen, und vierundneunzig von ihnen sind in der Gruft beigesetzt. Die Kuppel erhielt 1944 einen Volltreffer und brannte aus; die DDR erwog den Abriss doch ihr gingen die Argumente aus.
- Alexanderplatz · Der Osten machte den alten Platz dem Erdboden gleich und baute diesen so, dass er schon von weitem zu sehen ist. Die Weltzeituhr in der Mitte zeigt die Zeit in hundertachtundvierzig Städten an und ist seit 1969 der Treffpunkt Ost-Berlins.
- Fernsehturm · Dreihundertachtundsechzig Meter, erbaut von einem atheistischen Staat — und wenn die Sonne auf die Stahlkugel trifft, wirft sie ein Kreuz darauf. Die West-Berliner nannten das die Rache des Papstes, und der Osten bekam es nie abgestellt.
- Karl-Marx-Allee · Neunzig Meter breit und zwei Kilometer lang, in den 1950er Jahren als Arbeiterpaläste mit gekachelten Fassaden und drei Meter hohen Decken gebaut. Der Aufstand vom Juni 1953 begann auf dieser Baustelle, als den Arbeitern gesagt wurde, sie sollten für denselben Lohn mehr arbeiten.
Die eingemauerte Seite
Kreuzberg war eine Sackgasse in West-Berlin, auf drei Seiten eingemauert, mit billigen Mieten und ohne Zukunft. Also kamen türkische Arbeiter, Studenten, die sich dem Wehrdienst entzogen, und Hausbesetzer. Heute ist es eines der interessantesten Viertel Europas — und jenseits der Brücke beginnt der Osten. Zweieinhalb Stunden.
- Markthalle Neun · Eine von vierzehn Markthallen, die in den 1890er Jahren gebaut wurden, um den Lebensmittelhandel von der Straße zu holen, und die einzige, die noch als solche funktioniert. 2009 sollte sie beinahe zu einem Supermarkt werden; stattdessen kaufte das Viertel sie und betreibt sie selbst.
- Kreuzberg · Männer in West-Berlin waren vom Wehrdienst befreit, also zogen die Wehrdienstverweigerer aus dem ganzen Land hierher — in ein Viertel, das zu drei Vierteln von der Mauer umgeben war und das sonst niemand wollte. Daher kommen die besetzten Häuser, der Punk und die billigen Mieten.
- Türkenmarkt am Maybachufer · Deutschland warb 1961 türkische Arbeiter an, in der Annahme, dass sie wieder nach Hause gehen würden, und baute nie etwas in der Annahme, dass sie bleiben würden. Drei Millionen blieben. Dieser Markt, zweimal pro Woche am Kanal, zeigt, wie das sechzig Jahre später aussieht.
- Oberbaumbrücke · Eine zweigeschossige Backsteinbrücke von 1896, die zu einem Grenzübergang nur für Fußgänger wurde — West-Berliner mit Tagesschein gingen über sie in den Osten. Das Mittelstück wurde 1945 gesprengt und 1994 in Stahl wiederaufgebaut, absichtlich nicht passend zum Rest.
- East Side Gallery · Eintausenddreihundert Meter der Mauer, 1990 von hundertachtzehn Künstlern aus einundzwanzig Ländern bemalt, und zwar auf der Ostseite — der Seite, die nie bemalt worden war, weil bis dahin niemand in ihre Nähe kommen konnte.
- Friedrichshain · Die Clubs sind hier, weil der Osten Kraftwerke, Heizwerke und Bahnbetriebsgelände mit dicken Mauern, ohne Nachbarn und ohne Lizenz, die man verlieren könnte, hinterlassen hat. Das Berghain ist ein stillgelegtes Heizkraftwerk, und die Schlange davor ist berüchtigt willkürlich.
Anreise und Unterwegssein in Berlin
- Brandenburg Airport · Nine years late, €4 billion over. The train is 30 minutes
- Hauptbahnhof · Trains cross it on two levels at right angles
- Ostbahnhof · The East’s main station, and the East Side Gallery beside it
- ZOB · Cheap buses to Prague, Warsaw and Amsterdam
Günstig essen: Berlin
Eight counters where Berlin eats standing. A sausage invented in a bombed-out city in 1949 by a woman who traded spirits for ketchup with British soldiers, a kebab queue that has not been shorter than forty minutes in fifteen years, and a stand that has sold the same thing on the same corner since 1930.
- Konnopke’s Imbiss · €3.50, standing, closed Sundays
- Mustafa’s Gemüse Kebap · €6, and go at eleven in the morning
- Curry 36 · Open till five in the morning, €2.90, and no seats
- Burgermeister · In a converted public toilet under the railway. €6
- Rogacki · Closed Sunday and Monday. Herring under €6
- Markthalle Neun · Thursday is street food night, from five until ten
- Zeit für Brot · Cinnamon buns baked all day. Go for a warm one
- Prater Garten · Berlin’s oldest beer garden, 1837, and you carry your own
Museen: Berlin
- Neues Museum · €14, book a slot, and she is on the second floor
- Jüdisches Museum · Free. Three hours, and the building is the exhibit
- Gemäldegalerie · €10. Vermeer, Rembrandt, and nobody in the room
- Neue Nationalgalerie · €14, and the empty hall is the point
- Stasi Museum · €10. Mielke’s office, untouched, with his safe open
- DDR Museum · €13.50, hands-on, and you can sit in a Trabant
- Museum für Naturkunde · €11. The tallest mounted dinosaur skeleton in the world
Parks und Gärten: Berlin
- Tempelhofer Feld · Free, open till dusk, and you may cycle the runway
- Tiergarten · Free. The nude sunbathing lawn is not a rumour
- Treptower Park · Seven thousand Soviet soldiers are buried under it
- Mauerpark · Sunday afternoon: open-air karaoke for two thousand people
- Wannsee · A lido from 1907, a kilometre of sand, and €6
- Grunewald · Three thousand hectares of forest inside the city
Berlin mit Kindern
- Museum für Naturkunde · A 13-metre Brachiosaurus, and it is the real bones
- German Museum of Technology · A real aircraft hanging off the roof, and forty locomotives
- Zoologischer Garten · The most species of any zoo on earth, and pandas
- DDR Museum · You may open every drawer, and children do
- Tempelhofer Feld · Two kilometres of runway to run on, and free
- Olympiastadion · The 1936 stadium, and the bell tower you can climb
Nachtleben: Berlin
- Berghain · Saturday midnight to Monday morning. No photographs
- Watergate · A glass wall onto the river, and the sun comes up in it
- SO36 · Punk since 1978, named after the postcode, and cheap
- Clärchens Ballhaus · A dance hall from 1913 that never closed, not once
- RAW Gelände · A railway repair yard of bars, clubs and climbing walls
- Berlin Philharmonie · Free lunchtime concerts every Tuesday at one
Häufige Fragen zu Berlin
Was kann man in Berlin sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin sind Brandenburger Tor, Reichstag und Holocaust-Mahnmal. Die vollständige Liste auf dieser Seite hat 10 Orte, jeder mit Foto und kurzer Notiz.
Wie viele Tage braucht man in Berlin?
Drei bis vier Tage reichen, um das Wichtigste in Berlin in Ruhe zu sehen, mit mindestens einem Rundgang zu Fuß.
Gibt es in Berlin eine kostenlose Stadtführung zu Fuß?
Ja. sleepntrip hat 3 kostenlose Audio-Rundgänge in Berlin, ohne Guide und ohne Gruppe: Das Handy erzählt an jeder Station die Geschichte. Der erste: Die Linie durch die Stadt.
Wie kommt man nach Berlin und wie bewegt man sich dort?
Die wichtigsten Wege sind Brandenburg Airport, Hauptbahnhof und Ostbahnhof. Alle Details stehen im Abschnitt Verkehr auf dieser Seite.
Wo übernachtet man in Berlin und was kostet es?
sleepntrip zeigt in Berlin nur Zimmer, die neun Bedingungen erfüllen: gute Lage, hohe Gästebewertungen, Sauberkeit und ein Preis bis 80 Dollar pro Nacht für zwei. Daten wählen und sehen, was frei ist.
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Nur Zimmer, die alle neun Bedingungen erfüllen, bis 80 $ pro Nacht.


