Barcelona: Sehenswertes, Übernachten und Unterwegssein
1859 riss Barcelona seine Stadtmauern nieder und erhielt einen revolutionären Plan: ein Raster aus quadratischen Blöcken mit abgeschrägten Ecken, einem Garten im Inneren jedes Blocks und Bebauung nur auf zwei Seiten. Die Bauherren bauten auf allen vier Seiten, füllten die Gärten auf und setzten Stockwerke obendrauf — das Ergebnis ist das dichteste Viertel Europas. Gaudí hat hier drei Häuser gebaut. Zwei Stunden.
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Die zehn besten Orte in Barcelona
1Sagrada FamíliaBook a timed ticket. Nothing is sold at the door
2Park GüellThe monumental zone is ticketed; the rest of the park is free
3Casa Batlló€35 and worth it once. Go at opening
4Casa MilàThe roof is the reason. Evening tickets are quieter
5Palau GüellGaudí’s first big commission, €12, and nearly empty
- 6Casa Vicens
His first house, in Gràcia, and the least visited
7Palau de la MúsicaA stained glass skylight over the hall. Tour or concert
8Hospital de Sant PauA working hospital until 2009, and now the quietest site in town
9Kathedrale von BarcelonaThirteen geese in the cloister, one for each year she lived
10Santa Maria del MarBuilt in fifty-four years by the people of the quarter
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Kostenlose Stadtspaziergänge in Barcelona
Das Raster, das nie fertig wurde
1859 riss Barcelona seine Stadtmauern nieder und erhielt einen revolutionären Plan: ein Raster aus quadratischen Blöcken mit abgeschrägten Ecken, einem Garten im Inneren jedes Blocks und Bebauung nur auf zwei Seiten. Die Bauherren bauten auf allen vier Seiten, füllten die Gärten auf und setzten Stockwerke obendrauf — das Ergebnis ist das dichteste Viertel Europas. Gaudí hat hier drei Häuser gebaut. Zwei Stunden.
- Passeig de Gràcia · Die Gehwegplatten stammen von Gaudí: Er entwarf sie für ein Haus, verlegt wurden sie dann in der ganzen Straße; die Laternen mit der Fledermaus obenauf sind von 1906. In einem einzigen Block stehen drei Häuser von drei rivalisierenden Architekten, und Barcelona nennt ihn den Block der Zwietracht.
- Casa Batlló · Gaudí hat es nicht neu gebaut — man gab ihm ein gewöhnliches Haus von 1877 und bat ihn, etwas Außergewöhnliches daraus zu machen. An der Fassade gibt es keine einzige gerade Linie, die Balkone sind Totenschädel, und das Dach ist der Rücken des Drachen, den der heilige Georg erschlug.
- Casa Milà · Die Stadt verhängte gegen den Besitzer eine Geldstrafe, weil das Gebäude die Höhenvorschriften verletzte und eine Säule in den Gehweg ragte; er weigerte sich, sie zu kürzen. Im ganzen Haus gibt es keine tragende Wand — jedes Stockwerk lässt sich völlig neu aufteilen, was 1912 unerhört war.
- Casa de les Punxes · Sechs Türme auf einem Block, 1905 für drei Schwestern gebaut, die jeweils ein eigenes Haus wollten und sich trotzdem nicht trennen mochten. Es ist das einzige Gebäude im Raster, das Sie ganz umrunden können.
- Hospital de Sant Pau · Siebenundzwanzig Pavillons in einem Garten, unterirdisch durch einen Kilometer Tunnel verbunden, gebaut nach der Überzeugung, dass Licht und Luft besser heilen als Flure. Bis 2009 war es ein Krankenhaus, und kaum jemand geht die zehn Minuten hinauf.
- Sagrada Família · Gaudí übernahm sie mit einunddreißig und arbeitete dreiundvierzig Jahre daran, die letzten zwölf davon lebte er auf der Baustelle. Er ist in der Krypta begraben. Er sagte, sein Auftraggeber habe es nicht eilig, und hundertvierzig Jahre später ist die Kirche noch immer nicht fertig.
Die Altstadt
Unter dem Gotischen Viertel liegt das römische Barcino, und viertausend Quadratmeter davon sind ausgegraben und begehbar. Doch die Hälfte dessen, was gotisch aussieht, entstand in den 1920er-Jahren: Die Stadt erneuerte sich für eine Weltausstellung und fügte Brücken und Fassaden hinzu, die sechshundert Jahre alt wirken. Zweieinhalb Stunden.
- Museu d’Història · Sie fahren mit dem Aufzug hinunter und gehen viertausend Quadratmeter des römischen Barcino unter dem Platz ab — Straßen, eine Wäscherei, die Urin als Bleichmittel benutzte, eine Weinpresse und eine Fischsaucen-Fabrik, alles unter dem Boden des mittelalterlichen Palasts.
- Kathedrale von Barcelona · Im Kreuzgang leben dreizehn weiße Gänse, eine für jedes Lebensjahr der heiligen Eulalia, die dreizehn war, als die Römer sie töteten. Sie werden dort seit fünfhundert Jahren gehalten, und sie sind laut.
- El Call · Bis zum Massaker von 1391 war dies das jüdische Viertel, und seine Gassen sind die schmalsten der Stadt, weil das Gesetz die Breite einer jüdischen Straße begrenzte. In eine Mauer am Carrer de Marlet ist noch heute ein hebräischer Grundstein von 1314 eingelassen.
- Plaça Sant Felip Neri · Die Narben an der Kirchenmauer stammen von einer Bombe, die im Januar 1938 abgeworfen wurde und zweiundvierzig Menschen tötete, die meisten davon Kinder, die in der Krypta Schutz suchten. Jahrzehntelang hieß es, es seien Einschüsse aus dem Krieg; das stimmt nicht.
- Santa Maria del Mar · In vierundfünfzig Jahren erbaut, was für eine Kathedrale nichts ist, und zwar ganz von den Menschen des Viertels: Die Hafenarbeiter trugen jeden Stein auf dem Rücken vom Strand herauf, und ihre Gesichter sind in die Tür geschnitzt.
- Santa Caterina · Beim Ausheben für den Neubau stieß man unter dem Boden auf ein mittelalterliches Kloster, und so wurde die neue Markthalle um die Ruinen herum neu geplant. Das Wellendach darüber besteht aus dreihundertfünfundzwanzigtausend Keramikfliesen in siebenundsechzig Farben.
Der Hügel und das Meer
Bis 1992 kehrte Barcelona dem Meer den Rücken: Bahngleise, Fabriken und Lagerhäuser versperrten die Küste, und es gab keinen einzigen Badestrand. Für die Olympischen Spiele riss die Stadt Kilometer an Industrie ab, ließ Sand herbeischaffen und baute vier Strände. Es ist die einzige Stadt, die sich eine Küste gebaut hat. Zwei Stunden, überwiegend bergab.
- Burg Montjuïc · Ihre Kanonen waren auf Barcelona gerichtet, nicht aufs Meer — sie wurde gebaut, um die Stadt niederzuhalten, und beschoss sie zweimal. Franco ließ hier 1940 den Präsidenten Kataloniens hinrichten. Erst 2007 gab die Armee die Burg an die Stadt zurück.
- Fundació Joan Miró · Miró schenkte der Stadt die Sammlung, und sein Freund Josep Lluís Sert entwarf das Gebäude um sie herum — nur Oberlicht, keine Fenster neben den Kunstwerken und Innenhöfe im Grundriss, sodass Sie immer wieder nach draußen treten.
- MNAC · In den 1920er-Jahren zogen Teams in die Pyrenäen und lösten die romanischen Fresken mit Leim und Leinwand von den Wänden abgelegener Kirchen, damit Händler sie nicht aufkauften. Hier drinnen wurden sie neu aufgebaut, auf Nachbildungen der Apsiden, aus denen sie stammen.
- Magischer Brunnen · In weniger als einem Jahr für die Weltausstellung 1929 gebaut, von einem Ingenieur, dem seine Kollegen sagten, das sei unmöglich. Im Bürgerkrieg wurde er zerstört und 1955 nach den eigenen Zeichnungen des Ingenieurs wieder aufgebaut.
- Barceloneta · 1753 gebaut für die Menschen, deren Häuser das Militär abgerissen hatte, um Platz für die Zitadelle zu schaffen. Die Grundstücke waren absichtlich winzig — ein Zimmer tief, zwei Fenster breit —, damit die Kanonen des Forts stets freies Schussfeld über die Dächer hatten.
- Strand von Barceloneta · Vor 1992 gab es hier keinen Strand — das Ufer bestand aus Abstellgleisen und einer Abwassereinleitung. Die Stadt beseitigte die Industrie, baggerte Sand vom Meeresboden und schuf in drei Jahren viereinhalb Kilometer Küste.
Anreise und Unterwegssein in Barcelona
- El Prat Airport · The Aerobús is 35 minutes to Plaça Catalunya, €7.25
- Barcelona Sants · The fast train to Madrid in two and a half hours
- Estació de França · A 1929 station with a marble hall, and almost no trains
- Barcelona Nord · Buses to the coast and to the Pyrenees
Günstig essen: Barcelona
Eight counters where Barcelona eats standing. A tin-can bar four metres wide where everything comes out of a jar and is better for it, a market stall with eight stools that has fed the traders since 1940, and a bodega in Barceloneta where the bomba was invented.
- Quimet i Quimet · Standing only, €4 a montadito, closed Sundays
- Bar Pinotxo, La Boqueria · From eight, closed Sundays, and the queue is short
- La Cova Fumada · Cash only, closes at three, and no sign outside
- El Xampanyet · Since 1929, their own sparkling wine, and no seats
- Bar del Pla · Standing at the bar, and the kitchen is better than it looks
- Bodega La Puntual · Vermouth from the barrel at noon, as it is done here
- Carrer de Blai · A pedestrian street of pintxo bars, €2 a stick
- Churrería Laietana · Churros fried to order, from seven in the morning
Museen: Barcelona
- Picasso Museum · €15, free Thursday evenings, and book ahead
- MNAC · €12, and the Romanesque halls are what you came for
- Fundació Joan Miró · €14, on the hill, and the roof terrace is included
- MACBA · €12, and the square outside is free and better
- Museu Marítim · €10, and the replica alone is worth it
- Palau de la Música · The only concert hall in Europe lit entirely by daylight
- CosmoCaixa · €6, and a thousand square metres of real flooded Amazon
Parks und Gärten: Barcelona
- Park Güell · €18 for the terrace, and the rest of the park is free
- Bunkers del Carmel · Free, a steep climb, and go for the sunset
- Parc de la Ciutadella · Rowing boats, a waterfall, and the parliament inside it
- Montjuïc gardens · Cactus, botanic and a Greek theatre, all free
- Parc del Laberint · A real hedge maze from 1794, and only 750 people a day
- Tibidabo · A funfair from 1901 on the summit, and a tram up
Heilige Stätten: Barcelona
- Sagrada Família · €26 with the tower. Book, nothing at the door
- Santa Maria del Mar · Free in the day. The columns are the widest span in Gothic
- Kathedrale von Barcelona · Thirteen geese, and the roof terrace for €3 extra
- Sant Pau del Camp · The oldest church in the city, in the roughest quarter
- Colònia Güell · Twenty minutes by train, €9, and almost empty
- Montserrat · A monastery on a serrated rock, and the boys’ choir at one
Livemusik: Barcelona
- Palau de la Música · Tickets from €15, and the tour is €20
- Sala Apolo · A 1943 dance hall with the sprung floor still in it
- Razzmatazz · Five rooms in a factory, five kinds of music, one ticket
- Jamboree · A cellar on Plaça Reial, jazz since 1960, €15
- Harlem Jazz Club · Small, cheap, and a different band every night
- Palau Sant Jordi · The Olympic arena. Its roof was built on the ground and lifted
Nachtleben: Barcelona
- El Born · Vermouth at seven, wine at ten, and it is all walkable
- Gràcia · Squares instead of bars, and everyone sits outside
- Plaça del Sol · The one square in Gràcia the whole quarter ends up in
- Poble Sec · Cheaper than El Born, and the locals know it
- Bar Brutal · Natural wine, and a wall of bottles you choose from
- Plaça Reial · Loud and touristy, but the lamp posts are Gaudí’s first
Häufige Fragen zu Barcelona
Was kann man in Barcelona sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona sind Sagrada Família, Park Güell und Casa Batlló. Die vollständige Liste auf dieser Seite hat 10 Orte, jeder mit Foto und kurzer Notiz.
Wie viele Tage braucht man in Barcelona?
Drei bis vier Tage reichen, um das Wichtigste in Barcelona in Ruhe zu sehen, mit mindestens einem Rundgang zu Fuß.
Gibt es in Barcelona eine kostenlose Stadtführung zu Fuß?
Ja. sleepntrip hat 3 kostenlose Audio-Rundgänge in Barcelona, ohne Guide und ohne Gruppe: Das Handy erzählt an jeder Station die Geschichte. Der erste: Das Raster, das nie fertig wurde.
Wie kommt man nach Barcelona und wie bewegt man sich dort?
Die wichtigsten Wege sind El Prat Airport, Barcelona Sants und Estació de França. Alle Details stehen im Abschnitt Verkehr auf dieser Seite.
Wo übernachtet man in Barcelona und was kostet es?
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