Amsterdam: Sehenswertes, Übernachten und Unterwegssein
Der Grachtengürtel ist nicht gewachsen — er wurde geplant. 1613 beschloss die Stadt, drei Grachten im Halbkreis um die Altstadt zu graben, und der Bau dauerte sechzig Jahre. Die Haussteuer richtete sich nach der Breite der Fassade; deshalb sind die Häuser schmal, tief und neigen sich absichtlich nach vorn — damit Möbel, die am Seil hochgezogen werden, die Wand nicht streifen. Zwei Stunden.
Live-Kamera
Alle Kameras der Stadt (4) ▾
Die zehn besten Orte in Amsterdam
1RijksmuseumA cycle path runs through the middle of the building
2Van Gogh MuseumTimed tickets only, and they sell out days ahead
3Stedelijk MuseumModern art in a building Amsterdam calls the bathtub
4Anne-Frank-HausOnline only, released six weeks ahead, and they sell out
5RembrandthausThe house he went bankrupt in, furnished from the inventory
6Königlicher PalastBuilt as a town hall, on 13,659 piles
7Oude KerkThe oldest building in the city, 1213, inside the red light district
8WesterkerkRembrandt is buried somewhere inside, and nobody knows where
9BeginenhofA courtyard from 1346, and the oldest wooden house in the city
- 10Portugiesische Synagoge
1675, lit by candles only, and still no electricity
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Der Ring
Der Grachtengürtel ist nicht gewachsen — er wurde geplant. 1613 beschloss die Stadt, drei Grachten im Halbkreis um die Altstadt zu graben, und der Bau dauerte sechzig Jahre. Die Haussteuer richtete sich nach der Breite der Fassade; deshalb sind die Häuser schmal, tief und neigen sich absichtlich nach vorn — damit Möbel, die am Seil hochgezogen werden, die Wand nicht streifen. Zwei Stunden.
- Dam-Platz · Hier gab es tatsächlich einen Damm, der um 1270 über die Amstel gebaut wurde — Amstel-Damm. Der Fluss fließt noch immer in einem Rohr unter dem Platz hindurch, und alles in der Stadt wird von diesem Punkt aus gemessen.
- Königlicher Palast · Er wurde als Rathaus gebaut, nicht als Palast, und steht auf dreizehntausendsechshundertneunundfünfzig Holzpfählen, die in den Schlamm gerammt wurden. Louis Bonaparte zog 1808 als König ein und behielt ihn einfach; die Stadt fordert ihn seither zurück.
- Beginenhof · Ein Hof aus dem Jahr 1346, den Sie durch eine niedrige Tür von einer belebten Straße aus betreten — und drinnen herrscht völlige Stille. Nummer 34 ist das älteste Haus Amsterdams, um 1528 aus Holz gebaut; nach den Bränden von 1452 verbot die Stadt Holzfassaden, und nur zwei blieben erhalten.
- Die Neun Straßen · Neun kurze Gassen, die die drei Hauptgrachten queren und im siebzehnten Jahrhundert als Versorgungsstraßen hinter den vornehmen Häusern angelegt wurden — für Gerber, Schuster, Fassbinder. Die Handwerke sind verschwunden, der Maßstab nicht, und deshalb sind die Läden alle klein.
- Westerkerk · Rembrandt starb 1669 arm und wurde hier in einem gemieteten Grab beigesetzt, das nach zwanzig Jahren aufgelöst wurde — niemand weiß also, wo in der Kirche er liegt. Anne Frank schrieb, ihre Glocken seien das Einzige von draußen gewesen, das ihr nie Angst gemacht habe.
- Anne-Frank-Haus · Acht Menschen lebten siebenhunderteinundsechzig Tage lang hinter einem Bücherregal im Hinterhaus des Lagerhauses ihres Vaters. Ihr Vater war der Einzige, der zurückkehrte, und er ließ die Räume leer — Möbel gibt es dort nicht, auf seinen Wunsch.
Jüdisches Amsterdam
Sephardische Juden, die vor der Inquisition flohen, kamen in den 1590er Jahren hierher, und Amsterdam erlaubte ihnen, offen eine Synagoge zu bauen — fast überall sonst in Europa war das unmöglich. Am Vorabend des Krieges lebten achtzigtausend Juden in der Stadt; etwa fünftausend überlebten. Zwei Stunden, und sie wiegen schwer.
- Waterlooplein · Dieser Platz war seit 1885 das Herz des jüdischen Viertels und sein Markt. Das Viertel wurde im Krieg geleert und in den 1970er Jahren zur Hälfte abgerissen — für eine U-Bahn-Linie und ein Opernhaus, gegen jahrelange Proteste auf der Straße.
- Portugiesische Synagoge · 1675 fertiggestellt und nie ans Stromnetz angeschlossen — sie wird noch immer von mehr als tausend Kerzen in Messingleuchtern erhellt, und der Boden ist wie damals mit feinem Sand bedeckt, der Nässe aufsaugt und die Schritte dämpft.
- Jüdisches Historisches Museum · Vier aschkenasische Synagogen, die zwischen 1671 und 1752 gebaut wurden und Seite an Seite in einem Block stehen, wurden im Inneren zu einem einzigen Museum verbunden — Sie gehen von einem Gebetssaal direkt in den nächsten, durch Öffnungen in den gemeinsamen Mauern.
- Hollandsche Schouwburg · Ein Theater, das die Besatzer in einen Sammelplatz verwandelten: Etwa sechsundvierzigtausend Menschen wurden hier festgehalten, bevor man sie nach Osten schickte. Der Zuschauerraum wurde abgetragen, und die Leere blieb, wie sie ist. Der Eintritt ist frei, und es ist fast immer leer.
- Hortus Botanicus · 1638 als Kräutergarten für die Ärzte der Stadt gegründet. Eine hier gezogene Kaffeepflanze wurde 1714 den Franzosen geschenkt, nach Martinique gebracht, und fast der gesamte Kaffee Lateinamerikas stammt von ihr ab.
- Rembrandthaus · Er kaufte es 1639 mit einer Hypothek, die er nicht tragen konnte, und ging zwanzig Jahre später darin bankrott. Das Konkursinventar verzeichnete jeden Gegenstand in jedem Raum — und genau danach wurde das Haus wieder eingerichtet.
Museen und De Pijp
Drei große Museen stehen auf einer Wiese, und gleich dahinter beginnt das Viertel, das in den 1870er Jahren schnell und billig für Arbeiter hochgezogen wurde — und heute der Ort ist, an dem die Stadt isst. Der Weg dazwischen dauert zehn Minuten und ist einer der dichtesten Kilometer Europas. Zweieinhalb Stunden.
- Rijksmuseum · Ein öffentlicher Radweg führt mitten durch das Gebäude, und es ist das einzige Museum der Welt, das so etwas hat. Während der zehnjährigen Renovierung versuchten die Architekten, ihn zu schließen; die Radfahrer stritten zehn Jahre lang vor Gericht dagegen und gewannen.
- Van Gogh Museum · Zweihundert Gemälde, fünfhundert Zeichnungen und siebenhundert Briefe — die größte Sammlung überhaupt, und es gibt sie, weil sein Bruder Theo alles aufbewahrte und Theos Witwe ihr Leben dafür einsetzte, dass er anerkannt wurde.
- Stedelijk Museum · Der weiße Anbau von 2012 besteht aus einem nahtlosen Verbundwerkstoff, wie er für Bootsrümpfe verwendet wird, ohne sichtbare Fugen — die Stadt taufte ihn sofort „die Badewanne“, und der Name blieb.
- Museumplein · Die Wiese war ein Sportplatz, dann ein Parkplatz und wurde erst 1999 zu dem, was sie heute ist. Der Teich am Museumsende wird jeden Winter geflutet und gefroren, damit eine öffentliche Eisbahn entsteht — und sie ist kostenlos.
- Albert-Cuyp-Markt · Zweihundertsechzig Stände entlang einer einzigen Straße, sechs Tage die Woche, und das seit 1905. Der Stroopwafel-Stand presst sie auf Bestellung zwischen zwei Eisen, und der Sirup wird heiß eingegossen; eine kalte zu essen ist etwas ganz anderes.
- De Pijp · In den 1870er Jahren in aller Eile als billiger Wohnraum gebaut — enge Straßen, keine Gärten, und der Name bedeutet „die Röhre“. Ein Jahrhundert lang war es das ärmste Viertel der Stadt, dann kamen die Studenten, und heute isst hier jeder.
Anreise und Unterwegssein in Amsterdam
- Schiphol · The train is 17 minutes to Centraal and costs €5.80
- Amsterdam Centraal · Built on three artificial islands and 8,687 wooden piles
- Sloterdijk · Cheaper hotels, and six minutes from the centre
Günstig essen: Amsterdam
Eight counters where Amsterdam eats standing. A chip shop in an alley that has fried the same way since 1887, a herring cart on a bridge where you take it by the tail, and a wall of little hatches with hot croquettes behind glass that you open with a coin.
- Vleminckx · €4.50 with sauce, standing in the alley
- Stubbe’s Haring · €4 with onion and pickle. Take it by the tail
- Rob Wigboldus Vishandel · Three tables, a soft white roll, and the best fish sandwich
- Van Stapele · €2.50, one cookie, and that is the whole shop
- Winkel 43 · Apple pie on the market corner, €5.50, and a queue on Saturday
- De Laatste Kruimel · A canal-side bakery with crates for seats, and everything is baked there
- Febo · €2 from a hatch in a wall, open till very late
- Foodhallen · A tram depot of stalls, open till one, and warm in winter
Museen: Amsterdam
- Rijksmuseum · €22.50. Book a slot; the Night Watch hall is the bottleneck
- Van Gogh Museum · €24, timed entry only, and it sells out days ahead
- Stedelijk Museum · €22.50, and the white extension is seamless on purpose
- Anne-Frank-Haus · €16, online only, released six weeks ahead
- Rembrandthaus · Furnished exactly from his bankruptcy inventory
- Het Scheepvaartmuseum · €17.50, and the ship outside is the reason to go
- EYE Filmmuseum · The ferry to it is free, and the basement is free too
Parks und Gärten: Amsterdam
- Vondelpark · Free, open all night, and the theatre is free in summer
- Westerpark · A Victorian gasworks in the middle of it, now cinemas
- Oosterpark · The oldest big park, and nobody from outside goes
- Sarphatipark · Two minutes off the market, and that is the point
- Hortus Botanicus · €12, from 1638, and the butterfly house is warm
- Amsterdamse Bos · Free, and you can hire a canoe inside it
Amsterdam mit Kindern
- NEMO Science Museum · The sloping roof is a free public square with water on it
- Artis Royal Zoo · €29, and the aquarium is included
- The free ferries · Behind Centraal, every few minutes, free, day and night
- Het Scheepvaartmuseum · They may climb the whole ship, below decks included
- A’DAM Lookout · €16.50, and a swing that hangs over the edge
- Zaanse Schans · Working windmills you can go inside. Walking is free
Livemusik: Amsterdam
- Paradiso · €20-30, and the balcony is better than the floor
- Melkweg · A dairy until 1970. Two halls, and bands every night
- Concertgebouw · Free concert every Wednesday at 12:30
- Muziekgebouw aan ’t IJ · Glass on the water, and the cheap seats are good
- Royal Theatre Carré · Built as a circus in 1887, and the ring is still under the stage
- NDSM Wharf · Festivals in a dead shipyard, and the ferry is free
Nachtleben: Amsterdam
- Jordaan · Brown cafés with sand on the floor, and no music
- Rembrandtplein · Loud, late, and not where locals go
- Leidseplein · Two concert halls on one square, and the cinema between them
- Brouwerij ’t IJ · Open from two, and the tables outside fill first
- De Hallen · A tram depot with a cinema, a library and the food hall
- Nieuwmarkt · Tables around a medieval gate, and cheaper than the squares
Häufige Fragen zu Amsterdam
Was kann man in Amsterdam sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam sind Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Stedelijk Museum. Die vollständige Liste auf dieser Seite hat 10 Orte, jeder mit Foto und kurzer Notiz.
Wie viele Tage braucht man in Amsterdam?
Drei bis vier Tage reichen, um das Wichtigste in Amsterdam in Ruhe zu sehen, mit mindestens einem Rundgang zu Fuß.
Gibt es in Amsterdam eine kostenlose Stadtführung zu Fuß?
Ja. sleepntrip hat 3 kostenlose Audio-Rundgänge in Amsterdam, ohne Guide und ohne Gruppe: Das Handy erzählt an jeder Station die Geschichte. Der erste: Der Ring.
Wie kommt man nach Amsterdam und wie bewegt man sich dort?
Die wichtigsten Wege sind Schiphol, Amsterdam Centraal und Sloterdijk. Alle Details stehen im Abschnitt Verkehr auf dieser Seite.
Wo übernachtet man in Amsterdam und was kostet es?
sleepntrip zeigt in Amsterdam nur Zimmer, die neun Bedingungen erfüllen: gute Lage, hohe Gästebewertungen, Sauberkeit und ein Preis bis 80 Dollar pro Nacht für zwei. Daten wählen und sehen, was frei ist.
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