Venedig: Sehenswertes, Übernachten und Unterwegssein
Venedig steht auf Millionen von Erlen- und Lärchenstämmen, die mit der Spitze nach unten in den Schlamm der Lagune gerammt wurden; man fällte sie in den Wäldern Sloweniens und Kroatiens und flößte sie hierher. Unter Wasser und ohne Luft verfault das Holz nicht, sondern mineralisiert. Allein die Kirche Santa Maria della Salute ruht auf hunderttausend davon. Alles, was Sie auf diesem Spaziergang sehen — Stein, Marmor, Mosaik —, ruht auf einem versunkenen, tausend Jahre alten Wald. Zwei Stunden, ganz eben, und rechnen Sie damit, sich zu verlaufen; das passiert jedem.
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Die zehn besten Orte in Venedig
1MarkusdomFree to enter, €7 for the gallery, and the queue is worst at eleven
2Dogenpalast€30, and the ticket also covers the Correr on the square
- 3Campanile
€10, a lift to the top, and it fell down completely in 1902
4Santa Maria della SaluteFree, built as a thank-you for the end of a plague
5Frari€3, and Titian is buried under his own altarpiece
6Scuola di San Rocco€10, and Tintoretto spent 23 years on the ceilings
7Gallerie dell’Accademia€15, and it is where Venetian painting actually lives
8Peggy Guggenheim€18, in her own unfinished palazzo, and she is buried in the garden
- 9Punta della Dogana
€18, the old customs house, and Tadao Ando rebuilt the inside
10San Giorgio Maggiore€8 for the tower, and it is the view San Marco cannot give you
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Was ist ein Audio-Spaziergang?
Rundgänge in Venedig →Ein Guide im Ohr: Öffnen Sie den Spaziergang auf unserer Website, gehen Sie von Station zu Station, und an jeder erzählt Ihnen das Handy ihre Geschichte. Ohne Guide, ohne Gruppe und kostenlos. Hier der erste Spaziergang in Venedig:
Kostenlose Stadtspaziergänge in Venedig
Auf einem umgekehrten Wald erbaut
Venedig steht auf Millionen von Erlen- und Lärchenstämmen, die mit der Spitze nach unten in den Schlamm der Lagune gerammt wurden; man fällte sie in den Wäldern Sloweniens und Kroatiens und flößte sie hierher. Unter Wasser und ohne Luft verfault das Holz nicht, sondern mineralisiert. Allein die Kirche Santa Maria della Salute ruht auf hunderttausend davon. Alles, was Sie auf diesem Spaziergang sehen — Stein, Marmor, Mosaik —, ruht auf einem versunkenen, tausend Jahre alten Wald. Zwei Stunden, ganz eben, und rechnen Sie damit, sich zu verlaufen; das passiert jedem.
- Markusplatz · Der einzige Platz in Venedig, der Piazza heißt; die anderen fünfhundert sind Campi, das bedeutet „Feld“, denn das waren sie einmal. Er wird etwa hundertmal im Jahr überflutet und ist der tiefste Punkt der Stadt — das Pflaster ist leicht muldenförmig verlegt, damit das Wasser zuerst hierher findet.
- Markusdom · Zwei Kaufleute stahlen im Jahr 828 den Leichnam des heiligen Markus aus Alexandria und versteckten ihn in einem Fass unter Schweinefleisch, damit die muslimischen Zöllner ihn nicht durchsuchten. Die Basilika wurde gebaut, um ihn aufzunehmen, und die vier Bronzepferde an der Fassade wurden 1204 aus Konstantinopel geraubt.
- Dogenpalast · Die Republik wählte ihren Dogen in einem Verfahren aus zehn abwechselnden Losentscheiden und Abstimmungen, absichtlich zu kompliziert, um manipuliert zu werden, und sie bestand elfhundert Jahre — die am längsten bestehende Republik der Geschichte. Der Doge durfte die Stadt nicht verlassen, seine Post nicht selbst öffnen und keinen ausländischen Gesandten allein empfangen.
- Rialtobrücke · Hier standen vier Holzbrücken, und alle vier stürzten ein oder brannten ab. Die steinerne wurde 1591 auf zwölftausend Pfählen fertiggestellt, und die Ingenieure der Zeit sagten voraus, dass sie binnen eines Jahres einstürzen würde; noch heute trägt sie die ganze Stadt über den Kanal.
- Rialtomarkt · An dieser Stelle wird seit 1097 Fisch verkauft. An den Steinsäulen der Fischhalle hängt eine eingemeißelte Tafel mit der gesetzlichen Mindestgröße jeder Art — ein Verbraucherschutzgesetz aus dem fünfzehnten Jahrhundert, noch immer lesbar und im Großen und Ganzen noch immer die Regel.
- Santa Maria della Salute · Die Pest von 1630 tötete in sechzehn Monaten ein Drittel der Stadt, und der Senat versprach eine Kirche, wenn sie aufhörte. Sie hörte auf, und die Kirche entstand auf hunderttausend Pfählen. Noch heute zieht Venedig jeden November über eine Pontonbrücke dorthin, und es ist ein Feiertag der Stadt.
Die Stadt hinter der Stadt
Dreißig Millionen Menschen besuchen Venedig jedes Jahr, doch weniger als fünfzigtausend leben auf der Insel — die Zahl der Einwohner ist seit 1950 um zwei Drittel gesunken, und in einem Apothekenfenster läuft dazu ein Zähler. Dieser Spaziergang führt dorthin, wo die Einheimischen sind: in das Viertel, in dem das jüdische Ghetto der Welt das Wort schenkte, auf die Studentenplätze, zur Werft, die Gondeln noch immer von Hand baut. Zwei Stunden, und fast nirgends Warteschlangen.
- Ghetto · Im Jahr 1516 sperrte die Republik ihre Juden auf eine Insel mit einer Kupfergießerei — auf Venezianisch „geto“, vom Wort für Gießen — und schloss nachts die Tore. Von diesem einen Platz aus ging das Wort in alle Sprachen. Weil man nicht in die Breite bauen konnte, baute man in die Höhe, und die Häuser hier sind die höchsten Venedigs.
- Cannaregio · Die langen, geraden Kanäle hier wurden nicht vorgefunden, sondern gegraben, um den Sumpf zu entwässern — deshalb hat dieses Viertel den einzigen Straßenraster Venedigs. Hier lebt ein Drittel der verbliebenen Einwohner, und am Kanal der Misericordia trinken sie ihr Glas.
- Frari · Eine schlichte Franziskanerkirche aus Backstein, über deren Altar Tizians Himmelfahrt Mariens hängt — er malte sie mit achtundzwanzig, und sie machte ihn berühmt. Er starb 1576 an der Pest und wurde hier begraben, entgegen dem Gesetz, nach dem Pestopfer auf die Inseln kamen, weil die Stadt ihn nicht dorthin schicken wollte.
- Scuola di San Rocco · Tintoretto gewann den Auftrag mit einer List: Statt der verlangten Skizze malte er gleich das fertige Deckengemälde, brachte es über Nacht an und bot es als Geschenk an, das die Bruderschaft rechtlich nicht ablehnen konnte. Danach brauchte er dreiundzwanzig Jahre, um das Gebäude auszumalen, und für Ihren Nacken gibt es Spiegel.
- Campo Santa Margherita · Die Universität liegt gleich um die Ecke, deshalb ist dieser Platz der einzige Ort in Venedig, an dem ein Glas Wein zwei Euro kostet und die Trinkenden auch hier wohnen. Eine Ombra — ein „Schatten“ — nennt man dort dieses Glas, nach den Weinhändlern, die ihre Stände um den Markusplatz herum verschoben, um im Schatten des Campanile zu bleiben.
- Squero di San Trovaso · Eine der letzten noch arbeitenden Gondelwerften, und die hölzernen Schuppen im Alpenstil sind ein Hinweis: Die Bootsbauer kamen aus den Dolomiten. Eine Gondel ist elf Meter lang, aus acht Hölzern gebaut und absichtlich asymmetrisch — die linke Seite ist vierundzwanzig Zentimeter breiter, damit ein einziges Ruder sie geradeaus treiben kann.
Das Wasser steigt
Venedig ist in einem Jahrhundert um etwa fünfundzwanzig Zentimeter abgesunken — teils, weil sich der Schlamm verdichtet, teils wegen der Industrie auf dem Festland, die bis 1970 das Grundwasser abpumpte —, und das Meer ist ihm entgegengestiegen. Die Flut von 1966 setzte die ganze Stadt fast zwei Meter unter Wasser und leerte sie von einer ganzen Generation. Die Sperrwerke, die nun die Lagune abriegeln, kosteten sechs Milliarden Euro und dauerten siebzehn Jahre. Dieser Spaziergang führt an den Rand der Stadt, wo man all das sehen kann. Zwei Stunden am Wasser entlang.
- Zattere · Ein Kilometer Kai mit Südlage, benannt nach den Holzflößen, die von den Alpen herabgeflößt und hier entladen wurden. Er blickt über den tiefsten Kanal der Lagune hinweg auf die Giudecca, weshalb dort früher Kreuzfahrtschiffe durchfuhren, bis die Stadt sie 2021 verbot.
- Peggy Guggenheim · Sie kaufte einen Palazzo, dessen Besitzer nach einem Stockwerk das Geld ausgegangen war, lebte dreißig Jahre mit ihren Hunden darin und hinterließ der Stadt die beste Sammlung der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts in Italien. Sie und vierzehn Hunde sind im Garten unter derselben Platte begraben.
- Punta della Dogana · Das Zollhaus an der Spitze, wo die beiden Kanäle zusammentreffen, wo jedes Schiff, das nach Venedig einfuhr, besteuert wurde. Auf seinem Dach dreht sich eine vergoldete Fortuna auf einer goldenen Kugel mit dem Wind — eine Wetterfahne, die zugleich verrät, woher das Geld der Republik kam.
- San Giorgio Maggiore · Palladios Kirche auf einer eigenen Insel, und vom Campanile aus sehen Sie als einziger Aussicht Venedig selbst — vom Markusplatz aus kann man den Markusplatz nicht sehen. Der Aufzug kostet acht Euro, und es gibt nie eine Schlange; das ist das ganze Geheimnis.
- Arsenale · Auf dem Höhepunkt arbeiteten hier sechzehntausend Menschen, und die Werft konnte an einem einzigen Tag ein komplettes Kriegsschiff zusammenbauen, indem sie den Rumpf an Stationen von Monteuren vorbeizog — ein Fließband drei Jahrhunderte vor Ford. Dante versetzte sie wegen des Geruchs des kochenden Pechs in die Hölle.
- Giardini der Biennale · Napoleon ließ 1807 einen Sumpf trockenlegen und vier Kirchen abreißen, um diesen Park anzulegen, weil er meinte, Venedig brauche Luft. Seit 1895 beherbergt er die Biennale, in der rund dreißig Länder ständige Pavillons unterhalten — eine Weltausstellung, die nie zu Ende ging.
Anreise und Unterwegssein in Venedig
- Marco Polo Airport · The Alilaguna boat is €15 and 70 minutes; the bus is €10 and 25
- Santa Lucia · The only station on the island. Step out and the canal is there
- Piazzale Roma · Where every car and bus stops for good. No vehicles past this point
- Venezia Mestre · On the mainland, where the €80 rooms are. Tram 2 to Piazzale Roma, 10 minutes
Günstig essen: Venedig
Eight counters where Venice eats standing. The local habit is the bàcaro: a bar where you stand, order cicchetti — small things on bread, two euros each — and an ombra, a glass of wine. Three or four of those is lunch for twelve euros in a city where a sit-down meal near San Marco is sixty.
- Cantina Do Mori · Cicchetti €2, a glass €3, and it closes at half past seven
- All’Arco · Open 9 to 3, closed Sundays, and gone by two
- Cantine già Schiavi · €1.50 a glass standing, and closed Sunday afternoon
- Osteria al Squero · Opposite the gondola yard, and everyone stands outside
- Dal Moro · Fresh pasta in a box, €8, and it is made in front of you
- Pescaria · Fish since 1097. Closed Sunday and Monday, and done by one
- Rosa Salva · A pastry counter since 1879, and the coffee is €1.40 standing
- Caffè Florian · Open since 1720 and knowingly expensive. €12 a coffee seated
Museen: Venedig
- Gallerie dell’Accademia · €15, closed Monday afternoon, and book to skip the queue
- Peggy Guggenheim · €18, Pollock and Ernst, and the garden is part of it
- Dogenpalast · €30 with the Correr, and the secret itineraries tour is separate
- Punta della Dogana · €18, the customs house, and Tadao Ando left the brick bare
- Ca’ Rezzonico · €12, and Robert Browning died in a room upstairs
- Museo Correr · Included in the Ducale ticket, and the ballroom is free to see
- Museo del Vetro · €10, on Murano, and the furnaces nearby are free to watch
- Teatro La Fenice · €12 with an audio guide, and it burned down in 1774, 1836 and 1996
Natur und Ausflüge rund um Venedig
The lagoon is five hundred square kilometres of shallow water and the city is one small part of it. The boats that go out to the islands are public transport on a city ticket, not an excursion, and the far islands are nearly empty.
- Torcello · 40 minutes by boat, and the cathedral is €6
- Burano · 40 minutes on boat 12, and a city ticket covers it
- Murano · 10 minutes out, and the furnaces work in the morning
- San Michele · Free, 5 minutes by boat, and closed after four
- Lido · Twelve kilometres of sand, and the only island with cars
- Sant’Erasmo · The lagoon’s vegetable garden, and almost no visitors
- Giardini der Biennale · Free, the only real park on the island, and shaded
- Chioggia · A working fishing town, and the fish market is the reason
Venedig mit Kindern
- Campanile · €10, a lift all the way, and the queue is shortest at eight
- Murano · Glass blowing demonstrations, and children watch for free
- Libreria Acqua Alta · Books in a gondola and a staircase made of books. Free
- Lido · A real beach, 15 minutes by boat, and free stretches on it
- Burano · The coloured houses, and a leaning bell tower on it
- Fondaco dei Tedeschi · A free rooftop over the Grand Canal. Book a 15-minute slot
Livemusik: Venedig
- Teatro La Fenice · From €25 in the gods, and the season runs all year
- Teatro Malibran · The second opera house, cheaper, and built on Marco Polo’s house
- Venice Jazz Club · €25 with a drink, two sets a night, and booking needed
- Il Paradiso Perduto · Live music in Cannaregio, loud, and locals fill it
- Scuola Grande di San Marco · Now a hospital, and concerts in the old hall
- Arsenale · Open for the Biennale, and concerts in the rope works
Nachtleben: Venedig
- Campo Santa Margherita · The student square, and wine is €2 a glass standing
- Fondamenta Misericordia · Open late, and nothing starts before nine
- Cantina Do Mori · 1462, standing only, and it shuts at half past seven
- Osteria al Squero · Everyone sits on the canal wall with their glass
- Zattere · Where the sun actually sets, and it is free to sit on
- Giudecca · Two minutes across, quiet, and the view back at night
Häufige Fragen zu Venedig
Was kann man in Venedig sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Venedig sind Markusdom, Dogenpalast und Campanile. Die vollständige Liste auf dieser Seite hat 10 Orte, jeder mit Foto und kurzer Notiz.
Wie viele Tage braucht man in Venedig?
Drei bis vier Tage reichen, um das Wichtigste in Venedig in Ruhe zu sehen, mit mindestens einem Rundgang zu Fuß.
Gibt es in Venedig eine kostenlose Stadtführung zu Fuß?
Ja. sleepntrip hat 3 kostenlose Audio-Rundgänge in Venedig, ohne Guide und ohne Gruppe: Das Handy erzählt an jeder Station die Geschichte. Der erste: Auf einem umgekehrten Wald erbaut.
Wie kommt man nach Venedig und wie bewegt man sich dort?
Die wichtigsten Wege sind Marco Polo Airport, Santa Lucia und Piazzale Roma. Alle Details stehen im Abschnitt Verkehr auf dieser Seite.
Wo übernachtet man in Venedig und was kostet es?
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